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Selber hosten, Kontrolle behalten

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openlogo-nd-100Ein paar Worte zu meinem Server-Setup. Ich versuche möglichst alle Dienste (Webserver, Mail, Cloud, …) selber zu hosten. Warum? Dann habe ich die volle Kontrolle darüber und bin nicht auf andere angewiesen, außerdem bringt es eine Menge Erfahrung und macht Spaß. Auf meinem virtual Server schnurrt aktuell ein Debian GNU/Linux 6.0 “Squeeze”

Zentral, der Webserver

nginx-logoWeil er für die meisten anderen Dienste Voraussetzung ist. Mein erster Webserver war – das verwundert kaum – Apache. Das blieb auch sehr lange so. Never change a running system – doch! Vor kurzem entdeckte ich nginx für mich. Der schlanke Webserver rennt sehr flott und benötigt dabei gefühlt nur die Hälfte an Arbeitsspeicher. Die Konfiguration ist einfach und der Umstieg ging ohne größere Schwierigkeiten von der Hand.

Webdienste

wordpress-logo-notext-rgbAls Blogsystem verwende ich WordPress mit einem Template von Elmastudio. Zur Webanalyse kommt eine eigene Piwik-Instanz zum Einsatz. Links kürze ich mit meinem eigenen Shortener wend.li auf Basis von YOURLS – auch automatisch mit den entsprechenden Firefox- und WordPress-Plugins und einer Android-App. Auch dropbox kann mir gestohlen bleiben: Dateien synchronisiere ich mit meiner Owncloud (hier auch interessant: Seafile oder BitTorrent Sync). Google Reader gibt´s nicht mehr? Mir doch egal! Damit ich überall meine Feeds dabei habe, verwende ich eine eigene Tiny Tiny RSS Installation. Integriert sich in Firefox und auf dem Handy / Tablet lese ich die Artikel mit der entsprechenden App. Tiny Tiny IRC möchte ich demnächst auch noch ausprobieren.

Mail-Setup

postfix-logoDie Technik ist uralt, Mailserver sind große Monster, sie zu bändigen macht keinen Spaß. Ich benutze für den Mailversand Postfix, zur Mailverwaltung über IMAP dovecot. Domains und Nutzer werden virtuell in einer in einer SQL-Datenbank verwaltet. Als Webfrontend zur Verwaltung kommt Postfixadmin zum Einsatz. Als Webmailer roundcube mail und zum Filtern von Spam verwende ich Spamassassin. Mit diesem Setup – wenn es alles läuft – übertreffe ich dann aber das Angebot jedes Freemail-Anbieters (und das mancher Bezahldienste) bei Weitem. Unbegrenzte Mailpostfächer und Adress-Aliasse, Push-Mail (nein das ist keine Erfindung von Apple, Zauberwort: IMAP IDLE), unbegrenzter Zugriff via IMAP mit jedem Client, serverseitiges Mailfiltern mit Sieve-Skripten, keine Werbung, keine SINA-Box uvm. Ach und zwischenzeitlich lief noch ein Mailman Mailinglistenserver mit in diesem Setup.

Chat

jabberAuch einen XMPP-Server betreibe ich selber. Die Stärke von XMPP: Dezentralität. Und das erreicht man nicht, wenn alle (alle alle alle) einen Account bei jabber.ccc.de haben. Also ejabberd installiert, konfiguriert, läuft (auch wenn mir Erlang etwas suspekt ist). Verwalten kann man diesen ganz angenehm über ein eigenes Webfrontend. Damit ich in IRC-Channeln idlen kann (also nicht offline gehen muss, wenn ich meinen Client schließe), läuft in einem Terminalmultiplexer (tmux) weechat. Lässt sich übrigens auch mit einem Relay-Plugin über eine Android-App nutzen.

Sonstige

Dann lief eine Zeit lang noch Murmur (der Mumble-Server) und ein srcds (Source Game-Server) auf meiner Kiste, die ich zur Zeit allerdings nicht benötlige.

Ich stelle Dir auch gerne meine Dienste kostenfrei zur Verfügung

2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Sehr nettes Setup, ich habs fast identisch. :) Allerdings werd ich noch aufm Apachen bleiben, das Owncloud-Setup soll wesentlich einfacher sein als mit nginx und php-fpm.
    Mails fehlen mir noch, das mach ich allerdings erst nach dem Server-Umzug, der die nächsten Wochen bei mir ansteht.

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