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Fortschritte bei Diaspora*

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Die freie Software Diaspora*, die hinter dem gleichnamigen, Sozialen Netzwerk ihren Dienst verrichtet, macht stetig Fortschritte. Zu den kürzlichen Neuerungen zählt ein komplettes Redesign der Benutzeroberfläche, die Weiterentwicklung der API sowie einige, neue Funktionen.

Die neue Oberfläche

Screenshot of my Diaspora* StreamKurz nach dem beta Launch von Googles neuem Dienst Plus konnte ich meine beiden Tabs in denen Diaspora und Google+ geöffnet waren kaum mehr unterscheiden. Die Entwickler der freien Software übernahmen größtenteils das Interface von Googles neuem Betaspielzeug. Das ging sogar soweit, dass der Newsfeed in Diaspora kurzum “Stream” getauft wurde. Diaspora sieht seit der Umgestaltung wesentlich übersichtlicher aus und lässt sich eleganter handhaben. So wird jetzt ein 3-Spalten Layout verwendet, die graue Header-Leiste ist schmaler geworden und die Hauptfunktionen sind über vier kleine Icons erreichbar. Des weiteren werden Meldungen nicht mehr auf einer neuen Seite angezeigt sondern ähnlich Facebook und Google+ in einem Dropdown geöffnet, was auf jeden Fall schneller vonstatten geht.  Als weitere Interface-Neuheit gibt es jetzt so genannte hovercards, welche beim Überfahren eines Namen Informationen und eine Aspekte-Liste zum jeweiligen Benutzer anzeigen.

Neues Follow-Modell

Ähnlich dem Microbloggin-Dienst Twitter können Posts in Diaspora mit so genannten Hashtags versehen werden. Klickt man auf eines dieser Schlagworte, erhält man eine Seite öffentlicher Nachrichten, die diesen Tag enthalten. Die neue Funktion Einem Tag folgen bewirkt, dauerhaft Nachrichten in seinem Stream angezeigt zu bekommen, welche dieses Schlagwort enthalten, obwohl sich die Nutzer nicht in der eigenen Freundesliste befinden. Vergleichbar ist das etwa mit einer Twitter-Wall oder einem Newsfeed.

OAuth

Auch in der API geht´s voran. So wurde kürzlich OAuth in Diaspora implementiert, was Programmierern das Entwickeln von Apps mit Zugriff auf das soziale Netzwerk ermöglicht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Android- und iPhone-Clients zur verfügung stehen. Auch Crossposting aus anderen Diensten wird damit möglich.

 

Die aktuelle Entwicklung macht große Hoffnung auf einen Erfolg des noch sehr jungen Projekts. Eine Kombination aus den besten Features von Twitter und Facebook in freie Software gegossen, die ihre Nutzer nicht enteignet und Sicherheit und Datenschutz groß schreibt.

Ich freue mich, noch mehr meiner Facebook-Kontakte bald bei Diaspora zu begrüßen!

2 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Klasse Zusammenfassung!
    Ich fänd’s super, wenn du sowas öfter/regelmäßig machen würdest. Dann krieg ich die Entwicklung von Diaspora auch mit…

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