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Mario meets Tux

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20 Jahre ist die Veröffentlichung der Spielkonsole Super Nintendo (SNES) her. Ganz egal ob selbst besessen oder bei Freunden heimlich den häuslichen Zensur-Anstrenungen der Eltern entgangen, hat die SNES doch unser aller Kindheit begleitet.

Wer möchte nicht mal wieder ihr Gamepad in Händen halten – ganz ohne Beschleunigungssensoren oder Funkübertragung. Ein Plastikbrett mit ein paar Knöpfen und einem dicken Kabel lassen Mario & Co. durch bunte Welten springen. Wäre es nicht toll, die “alten Zeiten” wieder aufleben zu lassen? Doch wie mal eben Spielen? Entweder ist man nie im Besitz solch einer Konsole gewesen und wenn doch befindet sie sich in der untersten Kiste des hintersten  Stapel von Kisten auf dem Dachboden und im schlimmsten Fall ist sie gar mit all den Kisten auf dem Wertstoffhof gelandet. Und um auch die technischen Probleme zu beleuchten, sollte ein TV mit den passenden Eingängen erwähnt werden.

Dabei ist es doch so einfach. Alles, was wir brauchen ist ein Rechner oder Laptop mit durchschnittlicher Leistung. Es gibt unzählige Emulatoren mit deren Hilfe die alten SNES-Games auf dem heimischen Linux-Rechner zum Laufen zu bekommen sind. Besonders zu erwähnen wäre die Software ZSNES die durch ihre Architektur besonders performant ist und mit vielen guten Features aufwartet. ZSNES ist freie Software und für die meisten Plattformen verfügbar, besonders interessant natürlich für Linux-User. Ist der Emulator installiert und evtl. noch etwas an die Bedürfnisse angepasst, kann man ein Spiele-ROM laden und los spielen. Diese ROMs (quasi das Abbild einer Spielekassette) gibt es auf diversen Websites zum Download; wer googled, wird fündig.

Das ganze ist zwar recht witzig aber die Bedienung mit der Tastatur ist gewöhnungsbedürftig und das Feeling, ein Gamepad in Händen zu halten, bleibt natürlich aus. Aber auch das lässt sich lösen. Für insgesamt 19€ habe ich mir bei einem einschlägigen Online-Kaufhaus ein gebrauchtes Gamepad und einen Adapter auf USB gekauft. An diesen lassen sich zwei Kontroller stöpseln und los geht das Vergnügen zu zweit. Ganz ohne SNES und ohne TV.

SNES to USB adapterDen Adapter zum Anschluss der Gamepads gibt´s hier und die Gamepads selber werdet ihr schon finden oder noch besitzen. Unter Fedora und Ubuntu wird das Gerät automatisch erkannt und lässt sich in ZSNES sofort nutzen. Der einzig zu erledigende Schritt ist das Zuweisen der Tasten des Gamepads. Den Emulator gibt es bei beiden Distributionen in den Repositories. Als Alternative (falls ZSNES nicht läuft) gibt´s auch noch snes9x ebenfalls in den Quellen der gängigen Linux-Systeme.

Viel Spaß beim Spielen!

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